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Generalkonsulat des Königreiches der Niederlande
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Wirtschaftslage


Die niederländische Wirtschaft hat sich 2007 gut entwickelt. Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes lag bei 3,5 Prozent. Unter anderem eine gemäßigte Lohnentwicklung, Produktivitätssteigerungen, strukturelle Reformen auf dem Arbeitsmarkt und im Gesundheitssystem, ein umfangreiches Programm zum Abbau der Bürokratie sowie die Konsolidierung des Haushaltes formten die Basis für diesen Erfolg.

Im letzten Quartal 2007 lag das Wachstum im Vergleich zum letzten Quartal 2006 bei 4,5 Prozent. Damit ergab sich die höchste Wachstumszahl in 7 Jahren. Neben Ausfuhr, seit Jahren der wichtigste Wachstumsmotor der niederländischen Wirtschaft, haben auch Investitionen und die Binnennachfrage das Wirtschaftswachstum kräftig gefördert. Am stärksten haben Erdgasproduzenten sowie Finanz- und Unternehmensdienstleister zum Wachstum beigetragen.

Wahrscheinlich wird das Wachstum 2008 niedriger ausfallen und laut Prognose bei ungefähr 2,25 Prozent liegen. Für 2009 erwartet das niederländische „Centraal Planbureau“ („Zentrale Planungsbüro“, eine Agentur des Wirtschaftsministeriums) derzeit ein Wachstum von ungefähr 1,75 Prozent. Die Effekte der weltweiten Finanzkrise, wie zum Beispiel das sinkende Wachstum des Welthandels, die Verschlechterung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit infolge der Wertsteigerung des Euro, die eingeschränkte Kreditvergabe der Banken und das abnehmende Vertrauen von Unternehmen und Verbrauchern, führen zu geringerem Wachstum.

2008 wird die niederländische Ausfuhr voraussichtlich um 2,5 Prozent zunehmen. 2009 wächst die Ausfuhr wahrscheinlich etwas schneller. Weil in diesem Jahr allerdings ein Rückgang der Binnennachfrage erwartet wird, wird das Wirtschaftswachstum 2009 voraussichtlich etwas niedriger ausfallen als 2008.

Laut Prognose wird 2008 die Arbeitslosigkeit in den Niederlanden bei ungefähr 4 Prozent liegen. Diese Prozentzahl ist niedriger als die Gleichgewichtsarbeitslosigkeit (5 Prozent). Das heißt, Stellen bleiben unbesetzt und ein Aufwärtsdruck auf die Löhne ist zu erwarten. Das Zentrale Planungsbüro erwartet 2008 und 2009 Lohnsteigerungen von 3,25 bzw. 3,75 Prozent.

Aufgrund der Lohnsteigerungen, höherer Kapitalkosten, höherer Mieten und Energiepreise sowie der Erhöhung der Flug- und Mehrwertsteuern erwartet das Planungsbüro eine Inflation von 2,5 (2008) bzw. 2,75 (2009) Prozent.

Die Gesamtinvestitionen von Unternehmen nehmen im laufenden Jahr mit 7 Prozent noch kräftig zu. Für nächstes Jahr wird allerdings eine Investitionsabnahme um 3,5 Prozent erwartet.

Weitere Informationen über die wirtschaftliche Entwicklung der Niederlande unter www.cpb.nl.


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Last update: 21-05-2008 • www.niederlandeweb.de

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